Neuigkeiten

17.12.2017, 15:22 Uhr | nane
Nimmt der Rot-Rot-Grüne Senat die Sicherheit bei der Leichtathletik-EM 2018 in Berlin auf die leichte Schulter?
Unser Abgeordneter, Andreas Statzkowski (CDU), mahnt:

Im August 2018 findet in Berlin die Europameisterschaft der Leichtathletik statt. Solch sportliche Großereignisse machen ein außergewöhnliches Aufgebot an Sicherheitsmaßnahmen nötig.

Andreas Statzkowski sieht die Gefahr, dass der Berliner Senat sich nicht für bestmögliche Sicherheitsmaßnahmen einsetzt. Er wollte deshalb in seiner schriftlichen Anfrage von der Senatsverwaltung wissen, wie dort die Notwendigkeit zu besonderen Sicherungsmaßnahmen eingeschätzt wird.

In ihrer Antwort weist die Senatsverwaltung für Inneres und Sport auf eine „hohe abstrakte Gefährdung“ hin, die durch die sportliche Attraktivität und das große internationale mediale Interesse bestehe. Das werde bei der Planung der Sicherheitsmaßnahmen aber „kontinuierlich berücksichtigt und mit den aktuellen Erkenntnissen in Abgleich gebracht“.

„Konkrete Gefährdungshinweise“ für die Europameisterschaft lägen allerdings bisher nicht vor, antwortet die Senatsverwaltung auf Statzkowskis schriftliche Anfrage, verweist aber darauf, dass eine solche Veranstaltung auch als „Plattform zur öffentlichen Darstellung eigener Ansichten“ … „bis hin zu terroristischen Anschlägen genutzt werden kann“. Allerdings sei „eine Erhöhung der bestehenden abstrakten Gefährdung im Vergleich zu anderen zurückliegenden Großveranstaltungen „…“bisher nicht abzuleiten“.

Gleichzeitig verweist die Senatsverwaltung darauf, dass die Teilnehmer einiger Staaten damit rechnen müssen, aufgrund des islamistischen Terrorismus einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sind. Deshalb könnte ein erhöhter Schutz für das Hotel in dem Athleten und Funktionäre gefährdeter Staaten untergebracht sind, nötig sein. Genauere Bewertungen seien aufgrund des zeitlichen Abstands zur EM momentan nicht möglich.  

Die Wettbewerbe finden überwiegend im Olympiastadion statt. Ausnahmen sind die Geher-Wettbewerbe und der Marathon. Für die Siegerehrungen und das Kugelstoßen ist der Breitscheidplatz vorgesehen, der im Übrigen auch der Start- und Zielbereich der Laufwettbewerbe ist. Als Trainingsstätte wird das Mommsenstadion genutzt.
Daher wollte Andreas Statzkowski auch wissen, welche Sicherheitsrisiken an den wesentlichen Standorten Olympiastadion und Breitscheidplatz zu berücksichtigen sind.

Die Senatsverwaltung verweist in ihrer Antwort auf die reiche Erfahrung der Stadt mit Großveranstaltungen und betont, dass die jeweils erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen in bewährter Weise durchgeführt werden. Zudem erarbeite der Veranstalter ein Konzept für den Breitscheidplatz in Abstimmung mit Bezirk, Feuerwehr und Polizei.

Andreas Statzkowskis Fazit nach der Antwort der Senatsverwaltung für Inneres und Sport:

 „Immerhin hat meine Anfrage bewirkt, dass der Rot-Rot-Grüne Senat jetzt eine höhere Form der Sensibilität zeigt, wenn es um den Sicherheitsaspekt für die Europameisterschaft 2018 in Berlin geht“.

Und als Charlottenburger Abgeordneter wird Andreas Statzkowski darauf achten, dass sich der Senat auch weiterhin der Prävention mit großer Intensität widmet. „Die Sicherheit bei der Leichtathletik-Europameisterschaft 2018 darf nicht auf Kosten der Berliner Bürger-und Bürgerinnen sowie aller Teilnehmer und Gäste dieser Stadt gehen“.