CDU Kreisverband Charlottenburg-Wilmersdorf
Besuchen Sie uns auf http://www.city-cdu.de

DRUCK STARTEN


Neuigkeiten
22.02.2018, 20:20 Uhr
Wie viel Oper braucht Berlin?
Diskussion über eine kulturpolitische Streitfrage
Am Abend des 20. Februar 2018 hatte Klaus-Dieter Gröhler MdB interessierte Bürgerinnen und Bürger ins Café Wahlkreis eingeladen, um gemeinsam mit dem Intendanten der Deutschen Oper, Dietmar Schwarz, über die Frage „Wie viel Oper braucht Berlin?“ zu diskutieren.

Schnell wurde klar, dass Oper kein Spartenangebot für Promis und Wohlhabende ist, sondern dass die Geschichte der Oper einen wesentlichen Teil der europäischen Sozial- und Kulturgeschichte darstellt. Für Berlin ist zudem die künstlerische Qualität seiner Opernhäuser wichtig, schließlich lebt die Stadt auch von ihren drei Opern. Kenner aus Europa wie aus Übersee kommen in die Hauptstadt, um hier künstlerische Qualität zu erleben. Laut Dietmar Schwarz sind lediglich 60% der Besucher aus Berlin, aber 25% aus dem deutschsprachigen Raum und 15% aus aller Welt.
 
Intendant Schwarz wies auch darauf hin, wie wichtig Politik und Verwaltung für das dauerhafte Bestehen der Deutschen Oper Berlin sind. Themen wie bezahlbarer Wohnraum in der City für die Mitarbeiter des Opernhauses, die Infrastruktur innerhalb der Stadt für Besucher, staatliche Unterstützung der Berliner Musikschulen, bessere Vernetzung zwischen Schulen und Oper und die Wiederbelebung des ehemaligen Projektes „Theater der Schulen“ wurden erörtert. Schwarz stellte klar, dass es in Berlin nicht darum gehen könne, das Kulturangebot und die dafür erforderlichen Ausgaben zu reduzieren. Stattdessen müssten Lösungen dafür gefunden werden, wie die Hauptstadt im Falle der Opern alle drei Häuser halten und künstlerisch ausbauen könne.
 
Dietmar Schwarz ist seit Sommer 2012 Intendant der Deutschen Oper Berlin. Die Präsentation zeitgenössischen Musiktheaters ist ihm ein besonderes Anliegen. Er ist Mitglied der Intendanten-Jury des Ring Awards, des Internationalen Wettbewerbs für Regie und Bühnengestaltung in Graz, und Mitglied des Think Tanks zur Zukunft der Luzerner Theaterlandschaft. Außerdem wurde er zum Mitglied der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ernannt.