Jutta Allmendinger zu Gast bei der FU

 "Karriere, Familie, Netzwerke. Was Frauen schaffen" - darüber sprach Jutta Allmendinger, die international angesehene Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, am 6.10.2015 bei der Frauen Union Berlin. Auf Einladung von Marion Mewis, der Sozialbeauftragten im Landesvorstand, bot Allmendinger vor einem vollen Saal mit über 50 Mitgliedern und Gästen einen Blick in ihre Forschungswerkstatt und stellte die Zwischenergebnisse einer von ihr betreuten Langzeitstudie vor. 

 Was wollen junge Frauen mit zwanzig Jahren? Dasselbe wie Männer: Kinder und Karriere. Wollen sie das zehn Jahre später noch immer? Ja. Aber erreichen sie es auch? Nein, oder nur zu geringen Teilen. Stellt sich die Frage, warum? Allmendinger meint: Weil sich in der Politik und den Unternehmen immer noch nicht rumgesprochen hat, dass Männer sich viel mehr um Kinder kümmern wollen und auch sollen, als das Angebot vom Arbeitgeber und der Politik da ist, daher wäre die 35 Stundenwoche eine der Optionen. Außerdem würden Frauen immer noch die meiste Arbeit mit Teilzeit und Familie selber organisieren, das muss sich in unserer Gesellschaft verändern. 

Allmendinger plädiert für eine Politik und eine Unternehmenskultur, die die Arbeit gerechter auf Frauen und Männer verteilt. Stoff für eine lebendige, von der Landesvorsitzenden, Edeltraut Töpfer, mit moderierten Debatte mit dem Publikum - und Anregung für neue politische Initiativen aus der Berliner Frauen Union. 

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