DIE VERLORENE MITTE

"Die Entwicklung des historischen Stadtkerns unserer Stadt bleibt für die CDU-Fraktion eine der größten stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen dieser Legislaturperiode". Mit diesen Worten begrüßte der Fraktionsvorsitzende Florian Graf die über 250 Gäste, die der Einladung in die Bauakademie gefolgt waren, um über die Zukunft der Mitte zu diskutieren. "Wir feiern heute den 775. Jahrestag Berlins. Und es ist an uns gemeinsam zu entscheiden, in welcher Stadt wir an ihrem 800. Geburtstag aufwachen wollen.", brachte CDU-Stadtentwicklungsexperte Stefan Evers in seiner Einführung das Anliegen der Fraktion auf den Punkt.

Unter der Moderation des leitenden Tagesspiegel-Redakteurs Gerd Nowakowski entspann sich auf dem hochrangig besetzten Podium eine lebendige und kontroverse Debatte über den Umgang mit der "großen Leere" in Berlins Mitte. Mitdiskutiert haben die Kunsthistorikerin Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert, die Architektin Petra Kahlfeldt, der Vorsitzende der Stiftung Zukunft Berlin, Prof. Volker Hassemer, und Dr. Benedikt Goebel, Vorsitzender des Bürgerforums Historische Mitte. Bereichert wurde die Diskussion auch durch viele Wortmeldungen aus dem überfüllten Saal, die alle von großer Sachkenntnis und Leidenschaft für das Thema  getragen waren.

"Die Zukunft der historischen Mitte unserer Stadt ist nicht allein Sache von Parteien, Historikern oder Heimatvereinen. Sie ist Sache aller Berlinerinnen und Berliner.", fasste Evers zum Schluss der Diskussion zusammen. Er sei überzeugt, dass eine Entscheidung zum planerischen Umgang mit dem Stadtkern noch in dieser Legislaturperiode herbeigeführt werden müsse. "Aber nicht in Hinterzimmern oder Koalitionsrunden, sondern im Dialog mit der Stadtgesellschaft." Seine Fraktion fordere hierfür wie für andere große Themen der Stadtentwicklung eine neue und geeignete Plattform, angelehnt an das seinerzeit bewährte 'Stadtforum'. Seine Fraktion werde ihre Vorschläge für ein 'Berlin-Forum' nun in die Koalition einbringen.

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