BER: UNTERSUCHUNGSAUSSCHUSS VERNIMMT KLAUS WOWEREIT

 Der Untersuchungsausschuss BER hat den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, als Zeugen befragt. Nach Monaten erkenntnisfreier Flughafen-Archäologie hatten CDU und SPD darauf gedrängt, sich endlich der eigentlichen Aufklärungsarbeit zuzuwenden.

 Zum Auftakt der Befassung mit der Arbeit und Verantwortlichkeit des Aufsichtsrates im Zusammenhang mit den Verzögerungen und Mehrkosten beim Flughafenbau beschäftigte sich der Ausschuss intensiv mit den Rahmenbedingungen der Gremienarbeit. "Der Regierende Bürgermeister hat als Zeuge sehr offen und detailliert die Fragen der Abgeordneten beantwortet. Es wurde deutlich, dass eine Reihe von Entscheidungen des Aufsichtsrates beispielsweise zur Struktur der Geschäftsführung oder der Festlegung von Eröffnungsterminen im Lichte heutiger Erkenntnisse kritisch zu bewerten sind.", meint CDU-Obmann Stefan Evers nach der Sitzung.

"Die notwendigen Konsequenzen hat die Flughafengesellschaft inzwischen gezogen. Aus der damaligen Sicht der Mitglieder des Aufsichtsrates und auf der Grundlage der seinerzeitigen Informationslage waren seine Beschlüsse jedoch durchaus nachvollziehbar. Eine Sorgfaltspflichtverletzung von Klaus Wowereit als Aufsichtsratsvorsitzender ist auch nach der heutigen Sitzung nicht erkennbar. Bedauerlicherweise scheint allerdings bei manchen Kollegen nach wie vor ein falsches Verständnis über die Aufgabenverteilung zwischen Geschäftsführung und Aufsichtsrat zu bestehen."

Inhaltsverzeichnis
Nach oben