Wir in Berlin - einander verstehen, miteinander leben

Kopftuch ja oder nein? An dieser Frage schieden sich die Geister bei der Veranstaltung des Ortsverbandes Nord, der FU Westend und der FU Grunewald-Halensee zum Thema Integration.

Burkhard Dregger, integrationspolitischer Sprecher im Berliner Abgeordnetenhaus und Hassan Hamdar vom deutsch-arabischen Zentrum berichteten von ihrer guten Zusammenarbeit. Zwar sähen viele im Tragen des Kopftuches noch immer ein Zeichen der Unterdrückung und den teils unerwünscht starken Ausdruck, sich dem Islam zugehörig zu fühlen. Doch sei entscheidend, dass deutsche Gesetze respektiert und eine Radikalisierung gemeinsam verhindert werde. Zwei anwesende Muslima verteidigten ihr Kopftuch als kulturelles Zeichen, das sie freiwillig trügen und das nicht die Frau als dem Mann untergeordnet signalisieren würde.

Trotz der teils verschiedenen Meinungen, inwieweit das Kopftuch öffentlich getragen werden dürfen soll, waren sich die Anwesenden einig, dass nicht der Islam an sich oder das Kopftuch eine Bedrohung für unsere (christlichen) Werte darstelle, sondern die Propaganda des IS und die Radikalisierung junger Gläubiger. Dies gelte es zu verhindern, so Dregger.

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