Stadtteilbibliothek Halemweg in bezirklicher Verantwortung mit bezirklichem Personal erhalten?

Die Stadtteilbibliothek Halemweg ist seit Jahren das Sorgenkind der bezirklichen Bibliothek. Wird ausschließlich als Kriterium das Kosten- und Nutzenprinzip zugrund gelegt, wäre es allerdings nicht zu rechtfertigen, von einer Schließung abzusehen.

 
Das Bezirksamt plant nun, diese Zweigstelle an einen freien Träger abzugeben.
 
Da jedoch Charlottenburg-Nord über keine weitere kulturelle Einrichtung verfügt, waren und sind sich alle Fraktionen bisher einig, diesen Standort in der bisherigen Gestaltung beizubehalten. Gerade weil im Umfeld eher bildungs- und leseferne Menschen leben, ist es Aufgabe der Politik, nicht nur zu verwalten sondern auch zu gestalten und jegliche Anstrengung zu unternehmen, um auch hier das Interesse für die Literatur und das Lesen derselben zu wecken.
 
Das ist sicher keine leichte Aufgabe, die schnellen Erfolg erwarten läßt. Um so wichtiger ist es daher, dass kompetentes Personal bereit steht, dem Unkundigen hilfreich zur Seite zu stehen. Beratung, Anleitung und Unterstützung sind gefragt.
 
Verfügen freie Träger tatsächlich über das notwendige Personal, dass sich mit studierten Bibliotheksfachkräften messen könnte?
 
Die Personalengpässe unseres Bezirkes sind bekannt. Was spricht dagegen, dass ehrenamtliche Kräfte die hauptamtlichen unterstützen?
 
Nichts wäre trauriger, als aus diesem Standort mit engagiertem Personal eine Wärmestube mit einigen Büchern zu machen.

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