(K)ein Platz für die Formula E in Berlin?

Schriftliche Anfrage des Abgeordneten Andreas Statzkowski (CDU)

Von Smokeonthewater - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28953057
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1. Wann und durch wen wurden die Veranstalter des am 10. Juni 2017 stattfindenden Formula E Rennens in Berlin über die Nichtgenehmigung der Durchführung des Events auf der Karl-Marx-Allee informiert und wie ist der aktuelle Stand der Standortsuche vor dem Hintergrund, dass die Verkehrslenkung nach dem Ironman nun eine weitere populäre Sportveranstaltung in der Berliner Innenstadt absagt?

2. Welcher Bedeutung misst der Senat dem Formula E Rennen in Berlin angesichts der über 18.000 Zuschauer im vergangenen Jahr bei und wann ist mit einer Genehmigung für das Rennen in diesem Jahr zu rechnen?

3. Wie ist die umweltpolitische Bilanz der Formula E Rennen?

Im Namen des Senats von Berlin beantworte ich Ihre Schriftliche Anfrage wie folgt:

Zu 1.:
Bei der Standortsuche für die Formula E befinden sich zzt. alle beteiligten Behörden und der Veranstalter in enger Abstimmung bzgl. einer möglichen Durchführung auf dem betonierten Vorfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Eine abschließende Einschätzung zu vorliegenden Anträgen ist deshalb derzeit noch nicht getroffen worden.

Zu 2.:
Das Land Berlin begrüßt es grundsätzlich, wenn Veranstaltungen wie die Formula E den internationalen Blick auf Berlin schärfen sowie den Tourismus und die Wirtschaft dieser Stadt ankurbeln.

Darüber hinaus möchte die Stadt die Elektromobilität unterstützen und fördern und somit eine Steigerung dessen Ansehens in der Bevölkerung erreichen.

Die verkehrlichen Auswirkungen im öffentlichen Straßenland sind jedoch ein entscheidender Punkt im Hinblick auf die Durchführung von Veranstaltungen. Das Land Berlin ist dabei stets bemüht, Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmer, die Anwohner/-innen (einschließlich ansässiger Unternehmen) und insbesondere den öffentlichen Personennahverkehr auf das geringstmögliche Maß zu reduzieren.

Für eine Veranstaltung auf Privatgelände ist ein privatrechtlicher Vertrag zwischen dem Veranstalter der Formula E und dem Vermieter Tempelhof Projekt zu schließen.

Zu 3.:
Eine umweltpolitische Bilanz von E-Autorennen liegt nicht vor. Es ist davon auszugehen, dass die Schadstoff- und Lärmemissionen geringer als bei konventionellen Autorennen sind.

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